Von der Kunststoff-Verknappung zum Inhouse-Recycling: Pallmann-Zerkleinerungstechnologie löst Ressourcen-Dilemma

Krefeld / Zweibrücken, 7. Juli 2021 – Seit Jahresbeginn warnen Fachverbände und Medien vor der
anhaltenden Rohstoff-Verknappung im Bereich der Kunststoffe – z.B. der Gesamtverband der
Kunststoff verarbeitenden Industrie (GKV e.V.). Wo Kunststofflieferungen ausbleiben, sind
Produktions- und Lieferfähigkeit gefährdet, Preise steigen drastisch. Lösungen erschließt die
Pallmann-Zerkleinerungstechnologie, die zudem dem Aspekt der Nachhaltigkeit gerecht wird.
 
Schneiden, Agglomerieren, Feinmahlen – mit diesen Kernkompetenzen stellt Pallmann, Spezialist für
Zerkleinerungstechnologie in der Siempelkamp-Gruppe, eine Lösung der Rohstoffkrise bereit, die derzeit alle Bereiche der Kunststoff verarbeitenden Industrie betrifft. Das Konzept: Rezyklate, die in der Produktion vieler Unternehmen aller Größenordnungen anfallen, werden mit Pallmann-Equipment zum neuen Rohstoff in Form von Granulaten oder Pulvern, die sich anstelle teuer zu kaufender Neuware wieder in den Produktionsprozess einspeisen lassen.
 
Die dafür wertvolle Pallmann-Maschinenfamilie Nr. 1 widmet sich dem Schneiden: Saubere
Produktionsabfälle – z.B. Anfahrfladen, Randbeschnitt und Ausschussware – lassen sich mit Pallmann-
Schneidmühlen auf eine Größe von ca. 5 bis 10mm schneiden. Dank der besonderen Schneidgeometrie
entstehen homogene Granulate mit wenig Feingut, das wie Neuware in der Produktion wieder nutzbar
gemacht wird. Die Vorteile: Ausschussmaterial aus der Produktion mündet in weniger Abfall, weniger
Neuware – und damit mehr internen Profit. „Sollten größere Abfallprodukte nicht intern wiedergenutzt
werden können, ermöglicht das Schneiden eine Volumenreduktion, die sich beim Transport und bei den
Deponie-Kosten auszahlt. Gegebenenfalls kann ein geschnittenes Produkt weiterverkauft und in anderen Firmen neuen Anwendungen zugeführt werden. Dies geht einher mit externem Profit auf Basis eines vermeintlichen Abfallproduktes“, so Michel Marchal, International Sales Director bei Pallmann. 
 
Noch interessanter für das Inhouse-Recycling ist Maschinenfamilie Nr.2, die sich dem Agglomerieren widmet. Die Pallmann Agglomerator-Anlage PFV generiert aus leichten Produkten wieder ein rieselfähiges Granulat mit hohem Schüttgewicht. Ein Vorteil dieses Konzepts besteht darin, dass die Bearbeitung unter dem Schmelzpunkt stattfindet, das Material also thermisch nicht belastet wird. Auch können die Agglomerate aus Produktgemischen hergestellt werden, z.B. aus verschiedenen Kunststoffen, Additiven und Füllstoffen. Reine Produktionsabfälle wie Folien, Faser und Schaum können zu 100 Prozent wieder eingesetzt werden. Produktionsabfälle, die aus mehreren Kunststoffen bestehen oder andere Stoffe enthalten – z.B. Additive, Füllstoffe wie Mineralien und Papier – lassen sich zu Granulat umformen, das als Füllstoff neue Füllstoffe oder Additive überflüssig macht. „Eine typische Anwendung wäre hier Teppichboden, der z.B. aus PET, PVC, PA, CaCo3 besteht. Nach dem Agglomerieren auf der PFV kann das Granulat im ‚backing‘, der unteren, unsichtbaren Schicht des Teppichbodens eingesetzt werden“, veranschaulicht Michel Marchal. „Und bei Schaumanwendungen wie XPS-Schaum für Isolierungen und PET-Schaum für Windflügelräder gibt es kaum einen Hersteller, der nicht bereits eine PFV im Einsatz hat.“

Feinmahlen ist die Spezialität der dritten Pallmann-Maschinenfamilie, die das Inhouse-Recyling so interessant macht. Manche Anwendungen benötigen Pulver mit einem Feinheitsgrad von 0,5 bis 1mm. Dieses wird durch Feinmahlung von Neuware – Granulat mit 3 bis 5mm – produziert. Wenn Neuware seltener und teurer wird, wird auch Pulver in der Konsequenz teurer; der Schritt von Granulat zu Pulver kostet alleine bis 30 Cent pro kg – als reiner Zuschlag auf den Granulatpreis. Mit der Pallmann Scheibenmühle PKM kann inhouse ein perfektes Pulver produziert werden – sei es aus Neuware oder alternativ aus sauberem Rezyklat. „In vielen Ländern ist das “Pallmann-Pulver“ sogar eine Referenz geworden. Unsere Kunden verlangen eine Pallmann-Qualität, die meisten Pulver-Lieferanten nutzen unsere PKM, um die besonderen Eigenschaften der Pulver zu erreichen“, berichtet Michel Marchal. „Lässt ein Kunde ein Granulat feinmahlen, kostet dies ca. 20 bis 30 Cent pro kg. Wenn er inhouse mit unserer PKM feinmahlt, belaufen sich seine Kosten auf wesentlich attraktiveren 5 bis 10 Cent pro Kilo!
 
„Jeder produziert Abfall – jeder profitiert von den Inhouse-Optionen.“
 
Selbst generierte Rohstoffe, ein klares Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit, Kostenreduktion – für alle Firmengrößen relevant? „Vom kleinen Familienbetrieb bis zum großen Konzern produziert jedes Unternehmen interne Abfälle. Jeder kauft Neuware und könnte diese durch Inhouse-Rezyklat ersetzen. Jeder profitiert davon, weniger Abfälle zu verwalten und so seine Kosten zu senken. Außerdem sind Ressourceneffizienz und ökologisches Bewusstsein aus der DNA unternehmerischer Verantwortung nicht wegzudenken. All diese Argumente sprechen für unsere Technologie“, so Uwe Wagner, Pallmann Geschäftsführer

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